Generalversammlung 2016


Von der Mannschaftsstärke und deren Ausbildungsstand her ist die Oberroter Feuerwehr bestens aufgestellt. Dies wurde bei der Generalversammlung in der Oberroter Kultur- und Festhalle deutlich. Durch die Gründung einer Kinderfeuerwehr neben der bestehenden Jugendfeuerwehr haben die Oberroter Floriansjünger zudem eine weitere wichtige Weichenstellung für die Zukunft vorgenommen. Mit dem neuen Feuerwehrfahrzeug ist die Wehr auch ausstattungsmäßig gut gerüstet. Jetzt fehlt nur noch das neue Gerätehaus, dessen Bau im nächsten Jahr begonnen werden soll.
Feuerwehrkommandant Ewald Wurst berichtete von 22 Einsätzen im zurückliegenden Jahr. Acht davon waren Bränden geschuldet, es gab 8 Hilfeleistungen, und eine vermisste Person musste gesucht werden. Einmal musste Brandsicherungswachdienst geleistet werden, und viermal rückte die Wehr vergeblich aus, weil Brandmeldeanlagen einen Fehlalarm ausgelöst hatten.
Die Übergabe des neuen Fahrzeugs HLF 10 sowie die Einführung der Digitalen Alarmierung haben die Oberroter Feuerwehrleute stark beschäftigt. Beide Projekte verliefen nicht ganz reibungslos. Beim neuen Fahrzeug galt es, einige kleinere Mängel beseitigen zu lassen, und bei der Digitalen Alarmierung wird die Rückmeldung der alarmierten Kräfte nicht immer oder nicht vollständig angezeigt.
Zwei Highlights verzeichnete Kommandant Ewald Wurst 2016. Zum einen konnte die Wehr ein äußerst erfolgreiches Maifest im Rahmen des Jubiläumswochenendes feiern, bei dem das neue Fahrzeug übergeben wurde. Zum andern ist es den Oberroter Floriansjüngern gelungen, eine „Kinderfeuerwehr“ für Jungs und Mädchen zwischen fünf und zehn Jahren auf die Beine zu stellen, die von Natascha Fritz sowie weiteren Mitarbeitern geleitet wird. Die Resonanz, die das Angebot bei den Kindern fand, hat alle Erwartungen übertroffen. Auf der Generalversammlung wurde die Satzung dem neuen Arbeitszweig entsprechend angepasst.
Ein ganz großes Projekt harrt noch der Verwirklichung: Der Um- und Neubau des Gerätehauses. Wichtige Voraussetzungen aber wur-den bereits geschaffen. Die Planungen zu dem Bauvorhaben mit dem Volumen von 3 Millionen Euro haben die Zielgerade erreicht. Wichtige Zuschüsse wurden bewilligt, und die Baugenehmigung ist erteilt. So kann der Bau voraussichtlich im April 2017 beginnen. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2018 geplant.
Die Oberroter Feuerwehr ist eine äußerst engagierte Truppe. Sie beteiligt sich am Oberroter Kinderferienprogramm, kooperiert mit der ansässigen Schule und nimmt an Veranstaltungen anderer Wehren regelmäßig teil. Fitness wird ganz groß geschrieben in Oberrot. So gibt es unter Leitung von Simon Feucht eine äußerst aktive Sportgruppe mit dem aussagekräftigen Namen „Fit for Fire-Fighting“. Andreas Schneider aus Bühlertann hat bei den Oberrotern das Deutsche Feuerwehrfitnessabzeichen abgenommen und konnte bei der Generalversammlung mehrere Floriansjünger damit auszeichnen: Klaus Dietrich, Simon Feucht, Patrick Munz, Michael Staiger und Ewald Wurst. Auch regelmäßige Übungen und Weiterbildungen nehmen einen ganz großen Stellenwert in Oberrot ein. Zahlreiche Feuerwehrleute nahmen im Berichtsjahr wieder an Lehrgängen teil und legten diverse Prüfungen und Leistungsabzeichen ab.
Die Mannschaftsstärke der Oberroter Feuerwehr kann sich sehen lassen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind in Oberrot 55 Feuerwehrmänner und -frauen im aktiven Dienst sowie 16 in Hausen. Trotz eines Abgangs ist die Mannschaftsstärke gleich geblieben wie letztes Jahr, denn mit Anja Moslavac kann die Wehr eine Neuaufnahme verzeichnen. Die neugegründete Kinderfeuerwehr hat 23 Teilnehmer, die Jugendfeuerwehr umfasst 18 Mitglieder und die Altersabteilung unter Leitung von Benno Wieland hat 20 Mitglieder.
Bei der Jugendfeuerwehr gab es nun einen Wechsel in der Führung. Der bisherige Jugendfeuerwehrwart Daniel Henninger und sein Stellvertreter Alexander Jacob, beides bewährte Mitarbeiter, haben den Stab an Christopher Gorke und Bastian Knobel weitergegeben.
Bürgermeister Daniel Bullinger ist mit Fug und Recht stolz auf seine Feuerwehr. Er weiß, wie wichtig eine schlagkräftige Wehr ist. Voraussetzung dafür sind nach seiner Überzeugung auch zeitgemäße Räumlichkeiten und eine zeitgemäße Ausstattung. Deshalb ist für ihn der Um- und Neubau des Gerätehauses elementar wichtig. „Der Dienst der Freiwilligen Feuerwehr ist unbezahlbar“, betonte der Schultes. Zum einen könnte sich eine Gemeinde wie Oberrot keine hauptamtliche Feuerwehr leisten. Zum anderen sei die Feuerwehr unbezahlbar, „weil es um das Retten von Leben geht.“
Nach dem Kassenprüfungsbericht von Andrea Hertäg, die dem Kassier Markus Dietrich eine hervorragende Kassenführung bescheinigte, nahm der Bürgermeister die Entlastung vor, die einstimmig erfolgte.
Volker Damm, Stellvertreter des neuen Kreisbrandmeisters Werner Vogel, betonte, dass die Freiwilligen Feuerwehren die günstigste und effektivste Hilfseinrichtung der Kommunen seien. Der Oberroter Wehr bescheinigte er eine hervorragende Nachwuchsarbeit. Sorge macht ihm die Tagesverfügbarkeit der Feuerwehren, die politisch besser gefördert werden müsse. Ebenso sieht er die Bezuschussung der Feuerwehren durch das Land kritisch. Die Hälfte aller Anträge werde positiv beschieden, wodurch ein enormer Förderstau entstehe. Für 25-jährigen Feuerwehrdienst zeichnete er Gerd Hertäg, Alexander Schwarz, Udo Thalacker, Helmut Walch und Rico Woelk mit dem silbernen Ehrenzeichen aus.
Kreisfeuerwehr-Verbandsvorsitzender Alfred Fetzer machte bereits kräftig Werbung für eine große Aktion im Landkreis im Mai 2017 unter dem Motto „Erlebnis Feuerwehr“. Durch das Großereignis in der Arena Ilshofen soll die Arbeit der Feuerwehren in den Vordergrund gerückt und Bürger motiviert werden, sich dafür zu begeistern.
Gerhard Braun, Obmann der Altersabteilungen im Kreis stellte erfreut fest, dass auch in der dritten Lebensphase viele Feuerwehrleute feststellen, wie wichtig die Einbindung in die große Feuerwehrfamilie ist. Das zeige sich auch in der rührigen Arbeit der Oberroter Altersabteilung.

 

 

 

Bericht und Bilder: Andreas Balko