Gelungener Ausflug der FFW Oberrot nach Frankfurt /zum Flughafen/ zur Flughafen Feuerwehr und den Stadtbereich am 07.10.2017


Nachdem pünktlichen Start um 5.00 Uhr beim Sportplatz in Oberrot mit der Fa. Kübler, erreichte der 4 Sterne-Bus über die A 6 Richtung Mannheim/ Heidelberg um 7.15 Uhr den Rastplatz Gräfenhausen. Dort konnte die frohgelaunte Reisegruppe, das von Ingrid und Benno Wieland wieder gekonnt vorbereitete, zweite Frühstück einnehmen und kam um 8.30 Uhr pünktlich zum Flughafen. Kdt. Ewald Wurst, Benno Wieland, als Reiseleiter sowie Richard Kübler und Daniel Henninger als Fahrer, war es eine Freude 40 Mitfahrerinnen u. Mitfahrer, begrüßen zu können.
Nach Durchführung genauer Kontrollen, Ausstattung mit Signalwesten und Einweisung in das Flugplatzgelände ging es mit einem engagierten Führer auf eine interessante Rundfahrt durch den Flughafenbereich bis zur Startbahnfest West und zur Feuerwache 3- älteste Wache im Flughafen. Die Aufgaben der Flugplatzwehren wurden von mehreren Berufsfeuerwehrleuten der Reisegruppe erläutert. Die Dimension der Fahrzeuge und Ihre Wirkung- 30 m lang, 4 m hoch, 3,50 m breit und mit 24 000 Liter Wasser und 800 Liter Schaum sowie 3 Motoren ausgerüstet, war beeindruckend. Die Pumpenleistungen sorgen dafür, dass das Wasser in 3 Min. über die Werfer abgegeben wird u. die Schnelligkeit der Fahrzeuge ist so hoch, dass Sie in 2 Min. an den jeweiligen Einsatzorten im Flughafen sind, was auch wegen der Widerstandszeit – Aluminium zu Kerosin, mit ca. 3 Min. ao. wichtig ist. Es rücken immer 3 Fahrzeuge zugleich aus. So ist es nur selten erforderlich den ebenfalls bereit stehenden Löschwasserzug mit 40 000 Liter Inhalt noch einzusetzen. Auf einem Fahrzeug ist eine fahrbare Ersatztreppe für Notfälle, die ebenfalls in 2 Min. vor Ort ist, aufgebaut. Die 4 Wachen im Flughafen sind rund um die Uhr in Bereitschaft und einsatzfähig. Sie helfen in Notfällen auch den umliegenden Gemeinden z.B. auf der Autobahn bei größeren Fahrzeugbränden etc.. Matthias Merz, der die Erläuterungen gab, konnte aber zufrieden feststellen, dass in 12 Jahren seiner Dienstzeit als Berufsfeuerwehrmann im Flughafen noch nie einen Flugzeugbrand, sondern immer nur vorsorgliche Einsätze, bei Reifenbränden der Flugzeuge etc. gab. Hauptsächliche Zwischenfälle sind z.B. Vogelschläge, wovon es 2016 z.B. 50 Tsd. gab.
Während der Rundfahrt erfuhr die FFW Oberrot, dass der Flughafen eine Größe von 2000 Fußballfeldern und 23 qkm hat. Neben der Lufthansa landen und starten dort immerhin 93 versch. Fluggesellschaften. Es sind dort 81 000 Mitarbeiter tätig sowie etwa 23 000 Fahrzeuge allein im Flughafen im Einsatz für die Betreuung und Versorgung. 2016 wurden 31 Mio. Passagiere abgefertigt und Frankfurt hat damit Rang 4 bei den Flughäfen in Europa. Um dies zu bewältigen, wurde u.a. auf der anderen Autobahnseite 2011 die Startbahn West gebaut und über eine Brücke mit dem Flughafen verbunden. Der Anflug der Flugzeuge wird den Fahrtteilnehmern sicher in Erinnerung bleiben und konnte direkt vom Bus beobachtet werden.
Beeindruckend auch die Maße der Flugzeuge so z.B. bei dem Großraumflugzeug A 380 73 m lang, 80 m Spannweite und 24 m hoch. Er kann mit bis zu 3800 Liter Kerosin aufnehmen u. damit dann bis zu 15 000 km fliegen. Dazu lagern im Flughafenbereich 186 Mio. Liter Kerosin und es sind 4 Anlieferungsleitungen u. a. 1 direkt aus Rotterdam vorhanden, um den Nachschub zu sichern. Die Menge entspricht ungefähr der Biermenge von 28 Oktoberfesten und wenn es Benzin wäre, der Menge, die ein durchschnittlicher Autofahrer in 1003 000 Jahren für sein Fahrzeug benötigt.
Bei allen Flugzeugen ist eine regelmäßige Wartung und Prüfung – i.d.R. bereits nach 75 – 100 Flugstunden z.B. bei der Lufthansa, die in versch. Hallen in Frankfurt, dies auch für andere Gesellschaft vornimmt, nötig. Dies wird je nach Auslastung in ca. 25- 30 Betriebstagen erreicht und ist bei 200 Std. verbindlich vorgeschrieben. Weiter ist alle 200 Flugbewegungen ein Reifentausch – zur Sicherheit der Landung-, der je Reifen 4200 Euro kostet und wovon die Flugzeuge bis zu 22 Stück besitzen, erforderlich. Der Preis eines Großflugzeugs mit bis zu 512 Sitzplätzen kostet immerhin rd. 400 Mio. Euro und die Bauzeit beträgt 1,5 Jahre. Die Arabischen Emirate haben davon z.B. kürzlich 142 Stück bei Airbus bestellt.
Ein Flugzeug ist bei guter Auslastung nach 7 Jahren bezahlt und fliegt bei der Lufthansa etwa 10 – 12 Jahre. Dann wird es verkauft und hat eine Gesamtnutzungsdauer von ca. 20 -22 Jahren. Die großen Flugzeuge haben eine durchschnittliche Auslastung von 80 % mit Passagieren.
Auch der Frachtbereich war beeindruckend, wo z.B. im Durchschnitt täglich 5 to. Mango für Rewe angeliefert werden. Ein Jumbo Jet kann 106 to. und eine MTL 94 to. Fracht aufnehmen. Insgesamt wurde z.B. in 2016 in Frankfurt 2,1 Mio. to. Luftfracht umgeschlagen. Dabei sind es mehr Tiere als Passagiere so u.a. über 80 Mio. kleine Fische, 15 000 Huftiere u. 2300 Rennpferde neben Lebensmitteln aller Art. Imposant war auch der Winterdienstbereich des Flughafens, der innerhalb von 25 Min. die Start-und Landebahnen ab 7 cm Schnee frei zu räumen hat.
Die interessante Rundfahrt im Flughafen wurde mit einem Besuch des Privatflugbereichs und der Flughafenbaustelle die seit 2015 im Bau ist und 2022/23 fertig sein soll und 2,5- 3 Mrd. Euro kostet abgeschlossen. Mit diesem Terminal 3 können dann weitere 24 Mio. Passagiere jährl. voraussichtlich abgefertigt werden. Eigner ist eine private Starport Firma. Für die neue Baustelle wurde ein Moderationsverfahren durchgeführt u. dabei u.a. entschieden, dass es ein Nachtflugverbot von 23 Uhr bis 5 Uhr gibt. Ab 23 Uhr ankommende Flugzeuge werden auf die umliegenden Flughäfen ohne Nachtflugverbot umgeleitet. Nur Notfälle können noch landen und es sind u.a. dann Strafen mit bis zu 36 Tsd. Euro zu entrichten. Die Flugzeuge müssen Ihre Gebühren nach der Lautstärke entrichten, die von 40 Euro bis 22 Tsd. Euro geht, deshalb werden die Flugzeuge auch immer leiser und erhalten besondere Triebwerke.
Am Parkplatz Flughafen ging es mit dem Bus der Fa. Kübler weiter in die Innenstadt zur Paulskirche wo die Gruppe das Mittagsessen i.V. mit einem Rundgang einnahm.
Um 14 Uhr startete am Römer, der seinen Namen als Sitz der Stadtverwaltung von den röm. Kaufleuten im Mittelalter hat, die Stadtführung, in der Innenstadt von Frankfurt mit 740 Tsd. Einwohnern und bis zu 1 Mio. Fluggästen pro Woche. Als Besonderheit gibt es in Frankfurt kein Schloss, kein Kloster u. auch keinen Bischof. Der Römer ersetzt somit das Stadtschloss und beherbergt neben der Verwaltung auch den Weinverkauf der Stadt Frankfurt. Die Limpurger Gasse hat Ihren Namen aber von dem Kloster und der Bischofsstadt Limpurg an der Lahn, wie die Gruppe aus dem Limpurger Land erfuhr. Vorbei an der Nikolaikirche und historischen Fachwerkhäusern, die gerade saniert werden, ging es an den Main zum Eisernen Steg mit zahlreiche Hochwassermarken, der 1848 erbaut wurde. Beeindruckend waren auch die alten Häuser mit Schieferdächern.
Die folgende Stadtrundfahrt vom Museumsufer führte über das Bankenviertel mit über 250 Banken und Hochhäusern bis zu 200 m Höhe- so z.B. die IZB- internationale Zentralbank- Sitz von Herrn Dragi und 2 Türmen neben der Großmarkthalle mit 3000 Tiefgaragenstellplätzen. Dort arbeiten 3500 Mitarbeiter. Ein Turm heißt Soll und einer Haben u. Haben ist angeblich 5 m höher. Auch die Universität, der Palmengarten, die Messe und die Volkssternwarte wurden gezeigt. Frankfurt ist derzeit eine große Baustelle und es werden gleichzeitig 10 Hochhäuser mit bis zu 200 m Höhe gebaut u. für nächstes Jahr sind bereits weitere 10 in Vorbereitung. Trotzdem sind die Mieten u. die Immobilienpreise sehr hoch u. der Markt ao. angespannt. Vorbei am Hauptbahnhof führte die Fahrt zur Allianzzentrale am damaligen Westhafen. Der Osthafen ist in Betrieb und wird gegenwärtig zum profitableren Containerhafen umgebaut. Auch besondere Spezialitäten wie das Binding Bier, der Harzer Handkäs und natürlich der Äppelwoi durfte in den Erläuterungen des exzellenten Stadtführers nicht fehlen.
Da die Lokale i.d.R. erst ab 17 Uhr öffnen, nutze die Gruppe den Zwischenraum bis 17 Uhr zu einem Stadtbummel mit Kaffeepause, der auch vom Wettergott neben einem kleinen Sprühregen positiv begleitet wurde.
Pünktlich um 19 Uhr traf die Reisegruppe der FFW Oberrot zum Abendessen und Ausklang im Gasthaus Linde in Hößlinsülz ein und wurde mit dem vorbestellten Essen rasch und gut verpflegt. Nach guter Stärkung führte die Heimfahrt rasch ins Rottal, wo nach Verabschiedung durch Benno Wieland, Alle wohlbehalten und um viele, interessante Eindrücke reicher ankamen. Im Schlusswort dankte Kdt. Ewald Wurst dem Reiseführer Benno Wieland für die erlebnisreiche, kurzweilige und hervorragend organisierte Ausflugsfahrt. Der Flughafen war- so der Kommandant der Gesamtwehr- ebenso beeindruckend wie die Stadtrundfahrt mit alten Gebäuden u. neuen Hochhäusern. In diesen Dank schloss er die beiden Busfahrer D. Henninger u. R. Kübler gerne ein, die die Gruppe wie immer sicher und gekonnt sowie pünktlich zu Reisezielen geführt haben.
Die Reiseteilnehmer waren mit dem Erlebten mehr als zufrieden und dankten den Organisatoren mit kräftigem Applaus. Dies war wieder eine gelungene Veranstaltung der FFW Oberrot mit vielen interessanten Informationen rund um Frankfurt am Main.

Aufgestellt i.A. der FFW Oberrot
Ihr/Euer
gez.
Günter M. M a y r